Freckenhorster und Hoetmarer Schützen laden zum Schnadgang

Freckenhorst/Hoetmar. Am Samstag, den 28. März 2020 laden Bürgerschützen-Verein Freckenhorst und Schützen- und Heimatverein Hoetmar ihre Mitglieder, Familienangehörige und Freunde zu einem gemeinsamen Schnadgang ein. “Verbundenheit leben – Freundschaft pflegen” – unter diesem Motto stehen seit vielen Jahren die freundschaftlichen Beziehungen der beiden Vereine. „Und dieser Freundschaft wollen wir im Rahmen eines Schnadgangs erneut Ausdruck verleihen,“ so Martin Nienberg, Vizepräsident der Stiftsstadt-Schützen.

Das Foto zeigt die Organisatoren des Schnadgangs mit der Freundschaftsfahne vor dem Grenzstein, der im Rahmen eines Schnadgangs im Jahr 2001 aufgestellt wurde (v. l.): Theo Fleuter (Vorsitzender Schützenverein Hoetmar), Hendrik Rohling und Winfried Klosterkamp (Bürgerschützen-Verein Freckenhorst), Simon Harenkamp (Hoetmar), Martin Nienberg (Vizepräsident Bürgerschützen) und Andreas Mestrup (Schützenverein Hoetmar).

Dazu treffen sich die Teilnehmer aus Freckenhorst um 14 Uhr auf dem Stiftsmarkt, während sich die Hoetmarer zur gleichen Zeit am Dorfbrunnen zusammenfinden. Beide Gruppen starten dann zu Fuß in Richtung Ortsgrenze und gehen gemeinsam den die Ortsgrenze markierenden Mußenbach bis zu einem Grenzstein an der Buddenbaumstraße, der anlässlich eines Schnadgangs im Jahr 2001 aufgestellt wurde. Dort werden die beiden Vereine eine gemeinsam gestiftete Sitzbank enthüllen. Unterwegs gibt es kleinere Rastpausen mit Getränkeverpflegung und fachkundige Informationen zu Flurstücken und Wegen. Die zu Fuß zu bewältigende Wegstrecke beträgt für die Freckenhorster rund 9 Kilometer, für die Hoetmarer 8 Kilometer. Da die Wege teilweise über feuchte Wiesen und Wege führen, wird den Teilnehmern festes Schuhwerk dringend empfohlen.

„Mit Schnade wurde früher im niederdeutschen Sprachgebiet eine Grenze bezeichnet”, informiert Martin Nienberg, Vizepräsident der Freckenhorster Schützen und einer der Organisatoren. “Um den Grenzverlauf einer Gemeinde zu kontrollieren, pflegte man in bestimmten zeitlichen Abständen die Grenzen abzuschreiten. Dazu veranstaltete man einen Schnadgang oder auch sogenannte Schnadezüge.” Diese Grenzumgänge endeten oft mit Essen und Trinken auf dem Dorfplatz oder in einer Dorfschänke. “Darum werden wir unseren Schnadgang ebenfalls gemütlich ausklingen lassen”, so Ansgar Drees, Vorsitzender des Heimatvereins Hoetmar. Dazu sind alle Teilnehmer und auch weitere Gäste, die erst später dazu stoßen wollen, im Anschluss ab etwa 17 Uhr in den Pilgertreff an der Buddenbaumkapelle eingeladen, wo Speisen und Getränke zum Selbstkostenpreis gereicht werden.

Auch für den Heimtransfer ist gesorgt: Von 19.30 bis etwa 22 Uhr verkehrt ein Pendelbus Richtung Hoetmar und Freckenhorst. Die Organisatoren freuen sich auf zahlreiche Teilnehmer, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.