Schützenkönig 2019/2020 – Alfons Keßmann

Um 14:18 Uhr holte Alfons Keßmann die Reste des Vogels von der Stange und schoss sich damit zum neuen Schützenkönig des Bürgerschützenvereins Freckenhorst. Als Königin wählte der seine Frau Gabi.

Zur Throngesellschaft gehören:

Rita und Georg Kesse

Ulla und Norbert Dühlmann

Monika und Hans Günter Feldmann

Petra und Ludger Reeken

Königsschießen

In einer halben Stunde beginnt das Königsschießen – die scheidende Throngesellschaft mit König Uwe und Königin Anika an der Spitze sagt leise „adieu“. Euch schon jetzt ein dickes DANKESCHÖN für ein phantastisches Jahr! Und Glück auf allen Aspiranten beim Ringen um die Nachfolge.

HAUPTTAG

Der Weckruf war erfolgreich, heute ist HAUPTTAG. Für’s Antreten auf dem Stiftsmarkt um 8.50 Uhr gehört eine Rose ins Holzgewehr. Später wird dann scharf geschossen, denn alle warten gespannt auf den Nachfolger von König Uwe. Oder die Nachfolgerin….?

Formationskönige

Für diese vier strahlende Majestäten aus dem Vorjahr werden heute und morgen Nachfolger gesucht (v.l.): Jugendkönigin Hannah Amsbeck, Susanne Schulze Niehues (Königin Formation der Damen), Lukas Achtermann (König der Jungschützen) und Sascha Nilles (Kaiser der Ehrengarde). Wir dürfen gespannt sein…

Antreten

Nach der Schützenmesse (WAS FÜR EIN AUFTAKT) ist vor dem Antreten. Also rein in die Uniform und auf zum Marktplatz. 13.30 Uhr geht’s dort los.

Schützenmesse

Gleich gibt’s den Startschuss für das eigentliche Schützenfest: Für viele ist die Schützenmesse ein Highlight im Festablauf und emotionaler Auftakt zugleich. NEU: Antreten mit Schützenhut (wahlweise auch bereits Uniform) ist um 10.15 Uhr. Die Messe endet erstmals mit einem feierlichen Auszug der Throngesellschaft durch das Spalier von Ehrengarde und Fahnenabordnungen. Der Spielmannszug Freckenhorst begleitet musikalisch den lockeren Ausklang auf dem Kirchplatz und führt den Kutschenkorso der Throngesellschaft zum Empfang am Schloss Freckenhorst.

Freckenhorster Zeltfest

Heute geht’s los: Mit dem Freckenhorster Zeltfest starten unsere Feierlichkeiten auf dem Schützenplatz. „Indoor“ sorgt DJ MARKO – Partygängern aus dem Warendorf „Linus“ bekannt – für tanzbare Musik ohne Pausen. Zur „Outdoor“-Party wartet die Top-Band „Skyfire“ mit Partykrachern von gestern und heute auf – eigene Fangemeinde inklusive.

Die Throngesellschaft steht in den Startlöchern

Die Throngesellschaft steht in den Startlöchern für das Bürgerschützenfest und freut sich auf den gemütlichen Ausklang der Aufbauarbeiten am Festplatz heute Abend (v. l.): Yvonne und Jens Tietze, Claudia und Björn Maibaum, Königin Anika Rottenberg, König Uwe Rottenberg, Diana und Stefan Niewöhner, Inga und Manuel Hartmeyer.

Aufbau Festplatz mit weiteren Optimierungen

Die begehrtesten Plätze auf dem gesamten Festgelände der Bürgerschützen waren im letzten Jahr die unter dem erstmals aufgebauten großen Faltschirm. Dieser bot angesichts der teils tropischen Temperaturen heiß begehrten Schatten. „Aufgrund der tollen Resonanz werden wir den Faltschirm auch in diesem Jahr an gleicher Stelle aufbauen“, informiert Platzchef Rüdiger Braun. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern vom Arbeitskreis Platzkommando ist er bereits in der Woche vor dem eigentlichen Fest beinahe täglich am Platz, damit alles an richtiger Stelle aufgebaut ist und einwandfrei funktioniert, wenn am Samstag, den 27. Juli mit dem Freckenhorster Zeltfest die Feierlichkeiten starten.

Auch beim Aufbau des Zeltes wurden wieder einige Optimierungen vorgenommen, informiert Vizepräsident Martin Nienberg. So wurde das Vorzelt umgestaltet, die Weinlaube erhält im Randbereich des Zeltes weitere Sitzmöglichkeiten – und die beliebte Bier-Lounge im Festzelt wird nun zu beiden Festbällen geöffnet sein.

Abschluss am Dienstag

Wenn am Dienstagabend das eigentliche Fest gelaufen und der Festplatz weitgehend geräumt ist, zieht es viele Schützen und ihre Partner, aber auch viele Freunde des Vereins noch immer nicht aufs heimische Sofa. Denn für viele gilt: Kein Schützenfest ohne Ausklang. In diesem Jahr findet der Ausklang im Umfeld der Gaststätte Bürgerstuben / Jankovic statt. Bei musikalischer Unterhaltung lassen die Bürgerschützen das Fest Revue passieren, erfreuen sich an der Präsenz ihres neuen Regenten und schielen mit einem Auge bereits auf das nächste Fest in 2020. Ost ist der letzte Abend des Bürgerschützenfestes gut für die besonderen Momente. Im Vorjahr dirigierte Majestät Uwe Rottenberg natürlich „Die Vogelwiese“ – ist das doch der selbst gewählte Name seiner Thronclique.

Schützenmesse: späterer Beginn und feierliches Ende

Der Rahmen der Freckenhorster Schützenmesse ist Jahr für Jahr der gleiche. Und doch ist dieser Festgottesdienst alljährlich ein ganz besonderes Highlight im Festablauf. Für viele ein Auftakt nach Maß und – sogar nach ausgiebigem Zeltfestbesuch am Samstag – ein absolutes Muss am Sonntagmorgen. Dafür sorgen Fahnenabordnungen, Chargierte, Messdiener in Uniform, Lektoren aus den Reihen des Vereins und nicht zuletzt die einmalige Symbiose aus Blechblasmusik und Stiftskirchenakustik.

Die Schützenmesse beginnt in diesem Jahr um 10.30 Uhr – also eine halbe Stunde später als in den Vorjahren. Dazu treffen sich die Schützen in zivil und mit Schützenhut oder auch bereits uniformiert um 10.15 Uhr auf dem Stiftsmarkt und ziehen gemeinsam in die Kirche ein, wo die vorderen Sitzreihen reserviert sind.

Für den Auszug nach der Messe haben sich die Bürgerschützen etwas Besonderes ausgedacht. Ehrengarde und Fahnenabordnungen werden vor der Kirche ein Spalier bilden, durch das die Throngesellschaft zu Klängen des Spielmannszuges aus der Kirche ziehen wird. Im Anschluss besteigt die Throngesellschaft die vor der Kirche wartenden festlich geschmückten Kutschen und startet direkt zum Schloss Freckenhorst, wo der Vorstand Majestäten und Ehrengäste zum Empfang erwartet.

Freckenhorster Zeltfest: Party-Treff für Jung und Alt

Auch hier feiern Generationen zusammen und beweisen, dass die Schützenidee vom übergreifenden Zusammenhalt funktioniert: Das Freckenhorster Zeltfest wird am letzten Samstag im Juli aber nicht nur Besuchermagnet für viele Freckenhorster sondern für bis zu 3000 Feierfreudige aus dem weiten Umkreis. Denn in lauer Sommernacht finden hier eine klassische Zeltparty (indoor) und eine Oldie-Party (outdoor) quasi unter einem Dach statt. Im Festzelt sorgt DJ Marko für tanzbare Musik ohne Pausen und auf der Außenbühne zelebriert „Sykfire“ Klassiker der Rock- und Popgeschichte. Damit dürfte fast jeder Musikgeschmack bedient werden.

Einlass auf den Festplatz ist ab 20 Uhr, der Eintritt beträgt in diesem Jahr 7 Euro – wobei Mitglieder des Bürgerschützen-Vereins mit der Festeinladung Gutscheine zum ermäßigten Eintritt erhalten haben. Aufmerksam machen die Veranstalter von Berittenem Fanfarenzug und Bürgerschützen-Verein noch darauf, dass in unmittelbarer Nähe des Festplatzes die Nachbus-Haltestelle „Westkirchener Straße“ liegt. Diese Anbindung an die Linie N3 ermöglicht Nachschwärmern aus Beckum, Neubeckum, Ennigerloh, Westkirchen, Everswinkel und Münster eine sichere und kostengünstige An- und Heimreise.

Schützenfest in den Seniorenwohnheimen: Bürgerschützen ändern Besuchstermin

Nachdem der Besuch der Seniorenwohnheime im Vorjahr Opfer der hohen Temperaturen geworden ist, starten die Bürgerschützen 2019 einen neuen Anlauf mit verändertem Ablauf.

„Auf Wunsch der Seniorenheime besuchen wir die Bewohner nun bereits am Vormittag“, informiert Vorstandsmitglied Christian Murrenhoff, der gemeinsam mit Thomas Helmer und Winfried Klosterkamp die Besuche koordiniert. Der Termin am Vormittag habe viele Vorteile, informiert Murrenhoff. Die Temperaturen seien auch im Hochsommer noch erträglich, die Bewohner vitaler und die personelle Besetzung in den Wohnheimen besser.

Die Bewohner selbst freuen sich schon lange im Vorfeld auf die Schützenschar bestehend aus Vorstand, Throngesellschaft, Kinderthron, ehemaligen Vorständen, Ehrenmitgliedern und den Nachwuchsmusikern des Berittenen Fanfarenzuges. Bei vielen werden durch den farbenfrohen Aufmarsch, die Musik und das Mitsingen lebhafte Erinnerungen wach.

 „Für uns Schützen ist dieser Besuch wichtiger Bestandteil unseres Festes“, so Christian Murrenhoff, „wollen wir doch alle Freckenhorster – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Glaubensrichtung und eben auch Alter – in unsere Feierlichkeit einbeziehen.“ So freuen sich die Bürgerschützen auch auf die Teilnahme der Bewohner an der Schützenmesse und deren Besuch auf dem Festplatz.

Eine musikalische Schützenfamilie

Sie sind echte Stützen des Orchestervereins und über die Musik hinaus auch dem Bürgerschützen-Verein verbunden: 4 Erwachsene und 8 Kinder der Musikerfamilie Uhkötter. Im Bild v.l.: Ralf Haase (50, Trompete), Jaron Uhkötter (10, Trompete), Richard Uhkötter (51, Posaune), Jule Uhkötter (17, Klarinette), Dorothee Haase geb. Uhkötter (48, Saxophon), Imke Uhkötter (13, Klarinette), Annika Haase (18, Klarinette), Andreas Uhkötter (49, Tenorhorn), Lars Haase (13, Trompete), Arne Uhkötter (17, Schlagzeug), Carla Uhkötter (15, Querflöte), Jan Haase (15, E-Bass). – Foto: Ismund Kuberski

Nur wenige können aus derart unterschiedlichen Perspektiven auf das Schützenfest blicken wie die Musikerfamilie Uhkötter. 4 Erwachsene und ihre 8 Kinder, allesamt tragende Säulen im Orchesterverein Freckenhorst und obendrein jeder einzelne mit Thronerfahrung im Bürgerschützen-Verein. Grund genug, diesem Perspektivwechel Raum zu geben: Im Interview mit Ralf Böhmer, stellvertretender Geschäftsführer im Bürgerschützen-Verein, äußern sich: Andreas Uhkötter(49, Tenorhorn) mit Arne (17, Schlagzeug), Carla (15, Querflöte), Imke (13, Klarinette) und Jaron (10, Trompete); Richard Uhkötter (51, Posaune) und Jule (17, Klarinette); Dorothee Haase, geb. Uhkötter (48, Saxophon) und Ralf Haase (50, Trompete) mit Annika (18, Klarinette), Jan (15, E-Bass) und Lars (13, Trompete).

Ist ein Leben ohne Blasmusik vorstellbar und sinnvoll?

Alle: Nein!

Richard Uhkötter: Gute Blasmusik ist anspruchsvoll und verbindet jung und alt. Deshalb macht das gemeinsame Musizieren unglaublich viel Spaß. Es ist ein Hobby, das man sein Leben lang betreiben kann.

Andreas Uhkötter: Unser Vater Stephan Uhkötter hat immer gesagt: Wir vom Orchesterverein sind Freudenspender. Denn mit unserer Musik verbreiten wir überall Stimmung und gute Laune. Wir lernen natürlich viele Menschen kennen, aber auch andere Musikvereine. Und das macht deutlich: Musik bringt immer auch Geselligkeit mit sich.

Wird einem Musik in die Wiege gelegt? Oder muss man als Eltern noch Überzeugungsarbeit leisten, um die Kinder zu infizieren?

Dorothee Haase: Unsere Kinder sind alle von selbst zum Instrument gekommen. Und natürlich wurden sie dabei von unserer Begeisterung infiziert – so, wie wir auch von unserem Vater.

Jan Haase: Ich spiele mit dem E-Bass ja eher ein für den Orchesterverein untypisches Instrument. Aber die Geselligkeit und das tolle Miteinander haben mich dann doch zum Orchesterverein geführt. Dabei habe ich festgestellt, dass ein E-Bass gerade für moderne Stücke eine echte Bereicherung ist.

Ralf Haase: Bei uns Zuhause war keiner Musiker. Ich bin durch meinen Freund Andreas Uhkötter zum Trompetenspiel und zum Orchesterverein gekommen – insofern lag in meiner Wiege keine Musik. Aber dank meiner Frau Dorothee haben unsere Kinder sicherlich ein Musiker-Gen mitbekommen. Trotzdem gibt es auch bei ihnen natürlich immer mal wieder eine Phase, in der sich die Lust am Üben in Grenzen hält. Dann ist eben Motivation gefragt. Dazu tragen wir als Eltern unseren Teil bei – aber auch die Gemeinschaft im Verein.

Richard Uhkötter: Zum Musizieren gehört neben viel Probenarbeit aber auch ein hohes Maß an Pflichtbewusstsein. Die unterschiedlichen Instrumentengruppen müssen ausgewogen besetzt sein. Darum können wir es uns bei unseren Auftritten größere Lücken in unseren Reihen nicht leisten.

Gibt es Kriterien, nach denen ihr eure Instrumente ausgewählt habt?

Richard Uhkötter (schmunzelt): Daran ist unser Vater nicht ganz unschuldig. Damals fehlte es dem Orchesterverein an Posaunisten. So habe ich mit Hubert Gronhorst, Michael Zanke und Reinhard Bruns bei Jans Picker auf dem Hof angefangen Posaune zu üben. Insofern ist die Geschichte meiner Instrumentenwahl schnell erzählt.

Andreas Uhkötter: Bei mir war es ähnlich. Außer meinem Vater gab es keinen Tenorhornspieler. Da war ich schnell als Verstärkung identifiziert. Aber auch infiziert.

Dorothee Haase: Ich bin zunächst mit der Klarinette angefangen und erst später aufs Saxophon umgeschwenkt. In den Anfängen übrigens gegen erbitterten Widerstand aus Teilen des Vereins. Denn Anfang der 80er Jahre war der Orchesterverein eine reine Männerdomäne. Sandra Dahlskamp und ich waren damals auf Betreiben meines Vaters die Türöffner für viele weitere Frauen im Verein.

Was macht den Orchesterverein so besonders? Warum engagiert ihr euch dort so stark?

Andreas Uhkötter: Wir sind da natürlich familienbedingt reingewachsen. Aber unsere Begeisterung ist ungebrochen. Darum bin ich seit mittlerweile 18 Jahren Vorsitzender, Richard seit 25 Jahren Kassenwart und Dorothee war 9 Jahre lang Jugendwartin. Eigentlich eine lange Zeit, die uns allen rückblickend aber eher kurz vorkommt, weil sie von so vielen tollen Erlebnissen geprägt ist – zum Beispiel einer Konzertreise nach Prag, vielen gemeinsamen Probenwochenenden außerhalb von Freckenhorst und dem Austausch mit vielen anderen Musikvereinen.

Dorothee Haase: Bei uns ist die Bandbreite an Instrumenten und dadurch die Musikauswahl sehr groß. Wir spielen fast alle Genres egal ob Marschmusik, Kirchenmusik, konzertante Musik, Rock oder Pop.

Richard Uhkötter: Und mit dieser musikalischen Bandbreite ist es uns auch immer gelungen, die Jugend mit einzubinden. Denn die starke Jugendarbeit ist das Kapital unseres Vereins.

Ist Blasmusik für Jugendliche nicht „uncool“?

Alle Jugendlichen: Nö, Blasmusik ist voll geil!

Arne Uhkötter: Wir haben bei uns im Verein miteinander unglaublich viel Spaß – und zwar mit Gleichaltrigen und eben auch mit Älteren.

Annika Haase: Und viele unserer Freunde sind im Schützenverein oder zumindest auf dem Schützenfest aktiv. Da bekommen wir schon sehr viel Zuspruch.

Für den Schützen ist ein Schützenfest ohne Musik sicher nicht vorstellbar. Welchen Stellenwert hat das Bürgerschützenfest für euch?

Richard Uhkötter: Das Schützenfest hat für uns alle einen hohen Stellenwert. Für jeden einzelnen und für uns als Verein. Denn dann sind immer alle fast 50 Musiker mit dabei. Auch viele auswärtige Musiker stoßen zum Schützenfest zu uns und spielen gerne mit – nur weil das Freckenhorster Fest so einmalig toll ist.

Ralf Haase: Wenn unsere Konzerte musikalische Highlights für uns sind, dann ist das Schützenfest sicher das gesellige und gesellschaftliche Highlight. Denn wenn das ganze Dorf auf den Beinen ist und unabhängig von Alter und Herkunft gemeinsam gefeiert wird – das ist schon etwas ganz Besonderes.

Andreas Uhkötter: Darum ist für uns alle eine urlaubsbedingte Abwesenheit über Schützenfest auch völlig ausgeschlossen. Das hat unser Vater schon so praktiziert. Wenn wir dann doch mal über Schützenfest in Österreich waren, ist er die 1000 Kilometer aus dem Urlaub mit dem Auto nach Freckenhorst und wieder zurück gefahren – nur, um 2 Tage auf dem Schützenfest zu musizieren.

Gibt es ein prägendes Erlebnis in eurem Schützen- oder Musikerleben?

Dorothee Haase: Ich war nicht nur die erste Frau im Orchesterverein, sondern auch die erste Frau, die 1999 den allgemeinen Hampelmann beim Schützenfest abgeschossen hat. Das war natürlich ein besonderes Erlebnis.

Andreas Uhkötter: Für uns war das sicher unser Thronjahr 2013/2014 mit König Matthias Finkenbrink. Es gibt nix Schöneres im Schützen- und Musikerleben.

Richard Uhkötter: Da kann ich mich nur anschließen. Als Thronherr, in meinem Fall 2000 bei König Dieter Brüggemann, erlebt man Schützenfest aus einer ganz anderen Perspektive als aus Musikersicht.

Was sind eure persönlichen Highlights im Festprogramm? Worauf freut ihr euch am meisten?

Richard Uhkötter: Für mich ist es zum einen die Schützenmesse, die wir vom „tiefen Blech“ zusammen mit dem Fanfarenzug seit vielen Jahren musikalisch mitgestalten. Zum anderen sind es die Veranstaltungen auf unserem Stiftsmarkt, insbesondere die Krönungszeremonie. Das hat einfach ein unverwechselbares Flair, weil auch so viele Zuschauer anwesend sind. Und im Thronjahr war es der Empfang am Schloss Freckenhorst.

Andreas Uhkötter: Eine tolle interne Tradition des Orchestervereins ist das gemeinsame Frühstück auf dem Festplatz am frühen Montagmorgen. Da starten wir mit einem tollen Gemeinschaftserlebnis in den langen Tag. Musikalischer Höhepunkt ist für mich das Ständchen, das wir dem neuen Thron am Montagabend im Zelt spielen.

Und wie sieht es bei der Jugend aus?

Jule Uhkötter: Mein persönliches Highlight ist die Feier im Zelt direkt nach dem Königsschuss. Da herrscht einfach tolle Stimmung, da gehen alle voll mit – und da macht das Musizieren richtig Spaß.

Annika Haase: Die Festbälle am Sonntag und Montag sind für uns sogar ein schöneres Erlebnis als die Zeltparty. Denn diese Feiern sind einmalig. Stimmung, Gemeinschaft, Zusammenhalt, da passt einfach alles.

Arne Uhkötter: Schön ist auch die vereinsinterne Schützenfest-Vorfeier am Freitagabend. Bei Spanferkel, Pizza oder Gegrilltem feiern wir mal ohne Instrumente.

Gibt es Besonderheiten im Repertoire des Orchestervereins, auf die sich Schützen und Gäste besonders freuen dürfen?

Dorothee Haase: Wir üben in jedem Jahr 5 bis 10 neue Stücke ein. Jetzt aktuell zum Beispiel ein Coldplay-Medley und Firework von Katy Perry. Insgesamt umfasst unser Repertoire inzwischen rund 200 Stücke – quer durch alle Genre.

Ihr wart alle bereits Mitglied einer Throngesellschaft. Hat diese Thronerfahrung euch noch stärker an den Bürgerschützenverein gebunden?

Ralf Haase: Definitiv ja. Die Stimmung in einem Thronjahr ist einfach unbeschreiblich. Man lernt unglaublich viele Menschen kennen, dazu auch viele Gruppierungen und Formationen im Verein. Und man erlebt Programmpunkte, die man aus Musikersicht nicht zwingend mitbekommt.

Andreas Uhkötter: Außerdem lernt man die Arbeit des Schützenvorstands und der anderen Formationen richtig zu schätzen.

Gibt es eigene Ambitionen auf den Königstitel? Oder den der Königin?

Richard Uhkötter (augenzwinkernd): Das weiß man nicht. Vielleicht mal irgendwann, wenn’s passt….

Dorothee Haase: Nachdem ich schon erste Hampelmannkönigin war, gibt es vielleicht später mal die Option auf höheres…. Wer weiß? Das wäre nochmal eine ganz andere Perspektive…

Moderation durch eingespieltes „Zweigestirn“

Ein Prinz moderiert in diesem Jahr das Königsschießen der Bürgerschützen: Fritz Gembries (im Bild links), amtierende Tollität der KG Silber-Blau, hat zu diesem Zweck aber nicht Bauer und Jungfrau an seiner Seite, sondern wie in den Vorjahren Stefan Altefrohne. Das eingespielte „Zweigestirm“ versorgt wie in den Vorjahren den vollbesetzten Festplatz am Schützenfestmontag mit spannenden Informationen zum Schießablauf sowie zum Zustand des Hölzernen Adlers, gibt auf humorvolle Art Informationen über die Aspiranten weiter und wird sicher unter den Gästen auch den einen oder anderen interessanten Gesprächspartner ausmachen.

Diese im Umkreis einmalige Moderation hat sich etabliert. Königsaspiranten und Zuschauer berichteten in den Vorjahren von einer zuvor nie da gewesenen Fokussierung sämtlicher Festplatzbesucher auf die Vogelstange. Entsprechend intensiv waren zuletzt das Mitfiebern und die Freude über die neue Majestät.