Schützenkönig 2018/2019 – Uwe Rottenberg

König Uwe Rottenberg

Mit dem 398. Schuss brachte Uwe Rottenberg den Adler zu Boden, so dass Freckenhorst seit 15:04 Uhr einen neuen König hat.

Zur Königin nahm er seine Ehefrau Anika Rottenberg.

Die Throngesellschaft bilden:

Manuel und Inga Hartmeyer

Stefan und Diana Niewöhner

Björn und Claudia Maibaum

Jens und Yvonne Tietze

unten v.l.n.r. Präsident Matthias Kalthöner, Yvonne und Jens Tietze, Königin Anika und König Uwe Rottenberg, Claudia und Björn Maibaum, Oberst Thomas Feldmann, oben v.l.n.r. Diana und Stefan Niewöhner, Inga und Manuel Hartmeyer

Bürgerschützen reagieren flexibel auf die hohen Temperaturen

Freckenhorst. Mit Argusaugen hat der Vorstand der Bürgerschützen in den letzten Tagen die Wetterprognosen fürs Festwochenende beobachtet. Zwar ist die Vorfreude auf das anstehende Schützenfest ungebrochen groß, die hochsommerlichen Temperaturen erfordern aber dennoch besondere Maßnahmen. Für das am Sonntagmittag ab 13.30 Uhr stattfindende Antreten auf dem Stiftsmarkt und den anschließenden Festumzug werden Maßnahmen getroffen, die den Schützen die Teilnahme erleichtern. „Bei aller Freude an einem stattlichen Aufmarsch und der planmäßigen Umsetzung aller vorbereiteten Programmpunkte steht natürlich die Gesundheit unserer Mitglieder und Gäste im Fokus unseres Handelns“, so Präsident Matthias Kalthöner.

So werde man für die angetretenen Schützen vereinsseitig Trinkwasser auf dem Stiftsmarkt bereitstellen und ein besonderes Augenmerk auf die Kinder in der neu gegründeten Kindergarde haben. „Unsere Helfer für die Kindergarde sind ebenfalls mit Wasser ausgestattet“, so Vorstandmitglied Jörg Kahlert. Zudem behalte man es sich vor, beim Antreten am Sonntag in Abhängigkeit von den tatsächlichen Temperaturen kurzfristig das Ablegen der Uniformjacken zu ermöglichen. Der sich anschließende Festumzug wird in diesem Jahr nicht den kompletten Marschweg nehmen. Auf den Gegenzug auf der Everswinkeler Straße zwischen Rathaus und Einmündung Brückenstraße werde man verzichten.

Auch auf dem Festplatz wird der Bürgerschützen-Verein zusätzlich aktiv und sorgt für ergänzende Beschattung sowie für eine Ventilation im Festzelt.

Abweichend vom kommunizierten Programm werden die für den Samstag geplanten Besuche im Kloster zum Heiligen Kreuz sowie im Dechaneihof St. Marien in diesem Jahr in Folge einer gemeinsamen Entscheidung von Schützenvorstand und Heimleitung aus Witterungsgründen entfallen.

„Die erwarteten Temperaturen von rund 30 Grad haben wir zum Bürgerschützenfest schon häufiger erlebt. Wir wollen mit den getroffenen Maßnahmen und weiteren optionalen Reaktionsmöglichkeiten aber ein klares Signal senden, dass wir eventuelle Bedenken und Sorgen sehr ernst nehmen“, so Matthias Kalthöner. Ergänzend empfehlen die Bürgerschützen jedem Besucher das Tragen einer Kopfbedeckung und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme.

Festhochamt – ein Auftakt nach Maß

Fahnenabordnungen, Chargierte, Messdiener in Uniform, Lektoren aus den Reihen des Vereins und nicht zuletzt die wohl einmalige Kombination von Blechblasinstrumenten und Stiftskirchenakustik: Der Rahmen der Schützenmesse ist Jahr für Jahr der gleiche. Und doch ist dieser Festgottesdienst alljährlich ein ganz besonderes Highlight im Festablauf. Für viele ein Auftakt nach Maß und – sogar nach ausgiebigem Zeltfestbesuch – ein absolutes Muss am Sonntagmorgen. Dazu treffen sich die Schützen in zivil und mit Schützenhut um 9.45 Uhr auf dem Stiftsmarkt und ziehen gemeinsam in die Kirche ein, wo die vorderen Sitzreihen reserviert sind.

Auch für das diesjährige Schützenfest wurde die Musik sorgfältig ausgewählt und der Auftritt von den Musikern aus Berittenem Fanfarenzug und Orchesterverein akribisch vorbereitet. Dabei liegt die Leitung in den bewährten Händen von Jörg Middendorf.

Abschluss am Dienstag auf dem Stiftsmarkt

Wenn am Dienstagabend das eigentliche Fest gelaufen und der Festplatz weitgehend geräumt ist, zieht es viele Schützen und ihre Partner, aber auch viele Freunde des Vereins noch immer nicht aufs heimische Sofa. Denn für viele gilt: Kein Schützenfest ohne Ausklang. In diesem Jahr findet der Ausklang auf dem Stiftsmarkt statt, wo die Gaststätte „Schröder’s“ die Gäste begrüßt. Bei musikalischer Unterhaltung lassen die Bürgerschützen das Fest Revue passieren, erfreuen sich an der Präsenz ihres neuen Regenten und schielen mit einem Auge bereits auf das nächste Fest in 2019.

Bürgerschützen im Bürgerfunk

Eine Stunde Radio waren ein Novum für die Bürgerschützen. Am 26. Juli strahlte Radio WAF die erste Bürgerfunksendung aus. Fritz Gembries und Ralf Böhmer hatten interessante Gäste vor dem Mikrofon: Präsident Matthias Kalthöner, die amtierenden Majestäten Thorsten Schulze Niehues und Natalie Wessel-Terharn, die Kommandeure Anne Dühlmann und Lukas Keßmann sowie Meinolf Mersmann als einen der Aktivposten in Sachen Fahnenschmuck. Dazu die Präsidenten von gleich drei befreundeten Nachbarvereinen. So entstand eine kurzweilige Stunde Bürgerfunk, in der Schützenwesen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet wurde. Wer nicht rechtzeitig eingeschaltet hat, kann die Sendung hier erneut hören:

Präzision beim Königsschuss erhöht

„Auch in diesem Jahr werden wir gegen 14.30 Uhr die neue Majestät feiern“, ist sich Oberst Thomas Feldmann, verantwortlich für die Abläufe beim Königsschießen, sicher. Die eingeführten Optimierungen sollen auch in diesem Jahr greifen – und dazu führen, dass die Schützen pünktlich die neue Throngesellschaft im Festzelt hochleben lassen können. Ultima Ratio ist – wie seit 2015 praktiziert – der Einsatz der sogenannten Königskugel, mit der das Finale im Wettstreit um die Königswürde beschleunigt werden kann. Im letzten Jahr waren noch 8 dieser Flintengeschosse nötig, um die Reste des stolzen Adlers von der Stange zu holen. Hochspannung ist also auch in diesem Jahr garantiert.

Königsschießen wird erneut moderiert

Königsaspiranten wie auch Zuschauer berichten es gleichermaßen: Die Fokussierung auf das Königsschießen war selten so intensiv wie seit Einführung der Moderation des Schießwettbewerbs. Fritz Gembries und Stefan Altefrohne versorgen den vollbesetzten Festplatz laufend mit Informationen zum Schießablauf sowie Zustand des hölzernen Adlers und erzeugen eine gespannte Atmosphäre. Das eingespielte Duo wird auch in diesem Jahr in humorvoller Art Informationen über die Apiranten geben und sicher auch den einen oder anderen interessanten Interviewpartner unter den Gästen ausmachen. Diese Moderation des Königsschießens ist im Umkreis einmalig, hat sich in Freckenhorst aber fest etabliert.

Parade 2.0: Die fröhliche Huldigung der neuen Majestät

Direkt im Anschluss an die Montagnachmittag um 17 Uhr beginnende Krönung der neuen Majestät erfolgt die Parade zu Ehren der frisch gekrönten Häupter. Hierzu nehmen die Throngesellschaften sowie Fahnen- und Standartenträger vor der Stiftsbücherei Aufstellung und verfolgen den Vorbeimarsch von Formationen und Bataillon. Erneut sind die Formationen eingeladen, sich wie in den Vorjahren mit alternativen Formaten zu präsentieren. Unvergessen sind die sympathischen Auftritte der letzten Jahre, die für Majestäten und Zaungäste eine Augenweide waren. Abgerundet wird der Schützenzug nicht selten durch Gruppierungen aus Nachbarschaft, Familie oder Freundeskreis des neuen Königspaares.  „Sehr bewährt hat sich auch“, ergänzt Oberst Thomas Feldmann, „dass wir die Parade nicht mehr formlos auflösen, sondern mit einem feierlichen Vorbeimarsch der Throngesellschaft beschließen“.

Nach der Parade haben die Schützen dann rund 2 Stunden Zeit, um sich auszuruhen und auf die um 20 Uhr beginnende Polonaise vorzubereiten. „Dieses Zeitfenster können wir anbieten, weil wir beim Königsschießen mehr Präzision in die Abläufe gebracht haben“, so Oberst Thomas Feldmann.

Aufbau zum Fest in Zeitraffer

Heute beginnt der Aufbau des Festzeltes an der Grundschule. Fast auf den Zentimeter genau muss der Aufbau erfolgen – sonst werden Zufahrten zur Festwiese zu schmal für die Kutschgespanne und Bewegungsflächen für den Festwirt zu knapp. Damit das gelingt, hat Platzchef Rüdiger Braun eigens farbige Vermessungspunkte gekennzeichnet, die ihm der Vermessungsingenieur und Leiter des Berittenen Fanfarenzuges, Jörg Middendorf eingemessen hat. Im Anschluss übernimmt der Platzchef mit seinem Platzkommando und vielen freiwilligen Helfern aus den einzelnen Formationen die Regie am Festplatz. Es folgen fast 3-tägige Aufbau- und Umbauarbeiten, um aus dem Schulhof einen repräsentativen Festplatz werden zu lassen, auf dem sich viele hundert Schützen und Gäste von Samstag bis Montag wohl fühlen.
Im letzten Jahr hatten die Bürgerschützen an der Grundschule eine Kamera angebracht und den Aufbau gefilmt. Dieser Film ist in Zeitraffer zusammengefasst und zeigt in wenigen Minuten, wie sich der Festplatz füllt – und nach dem Fest an fast einem Tag wieder zurückgebaut wird.

Besuch in Seniorenheimen: Verbundenheit mit allen Altersgruppen leben

„Wir wollen ein Stück Schützenatmosphäre in die Wohnheime tragen“, beschreibt Dr. Stephan Klumpe vom Vorstand der Bürgerschützen die Motivation des Vereins, alljährlich auch den Senioren im Kloster zum Hl. Kreuz und im Dechaneihof St. Marien einen Besuch abzustatten. Der Auftritt einer stattlichen Formation in den Wohnheimen hat eine lange Tradition. Neben der gesamten Throngesellschaft um die Majestäten Thorsten Schulze Niehues und Natalie Wessel-Terharn sind Kinderthron, Vorstand, ehemalige Vorstandsmitglieder und Ehrenmitglieder am Samstagnachmittag (28. Juli) mit von der Partie. Die Nachwuchsmusiker des Berittenen Fanfarenzuges sorgen für den musikalischen Rahmen und begleiten auch den vielstimmigen Gesamt bekannter Volks- und Schützenlieder. „Die Begeisterung, mit der wir Jahr für Jahr empfangen werden, zeigt, wie groß die Verbundenheit mit unserem Verein in allen Altersgruppen ist“, so Dr. Stephan Klumpe.