Teilnahme am Jubiläum in Milte

Am kommenden Sonntag, den 5. Juni 2016 fährt der Bürgerschützen-Verein
Freckenhorst mit einer stattlichen Abordnung zum Jubiläum der
befreundeten Bürgerschützen in Milte. Die dortigen Feierlichkeiten zum
175-jährigen Bestehen des Bürgerschützenvereins erreichen mit dem „Tag
der Gäste“ ihren Höhepunkt.
Zur Teilnahme eingeladen sind alle Formationen des Vereins –
ausdrücklich auch alle Schützen aus dem Bataillon. Für den Transfer
setzt der Verein 2 Busse ein. Abfahrt nach Milte ist um 11.30 Uhr ab
„Neue Mitte“ / Aldiparkplatz. Die Rückfahrt ab Milte ist für 18 Uhr
vorgesehen.

Einladung Jubiläum Milte

Königsball

IMG_1425Freckenhorst. Dem Triple, das seine heißgeliebten Bayern in diesem Jahr erst anstreben, hat er bereits im vergangenen Jahr im wahrsten Sinne die Krone aufgesetzt. Als Kinder-, Jungschützen- und Ehrengardenkönig bereits dreifach königlich dekoriert, schoss sich Thomas Pues im letzten Jahr zum König der Bürgerschützen – und ist damit als bislang einziges Mitglied zum vierten Mal Regent. „Mission erfüllt“ hieß es deshalb auch auf der Einladung zu seinem Königsball am letzten Samstag im Stiftshof Dühlmann.

Die Missionserfüllung wollten a m Samstag viele Schützen, Freunde und Kollegen mit der Majestät zusammen feiern. So war der Saal des Stiftshofes schon gut gefüllt, als der Orchesterverein den Thron und die Formationen hineinführte. Vorstand, Korps der Könige, Chargierte, Jungschützen und Ehrengarde waren zum königlichen Areal an der Westerholtstraße marschiert und hatten die Throngesellschaft nach einem kurzen Umtrunk in den Stiftshof begleitet.

IMG_1426Dort wurde sie mit einem lautstarken Horrido begrüßt. Majestät Thomas Pues eröffnete mit Königin Christiane Nienberg den Ball mit einem langsamen Walzer und die neu verpflichtete Showband „Splash“ war Garant dafür, dass die Tanzfläche bis in den frühen Morgen nicht leer wurde. Zwischendurch sorgten unter anderem Tanzauftritte der KFD-Frauen und der Formation „Grace“ für prächtige Unterhaltung.

Zu den Stammgästen auf den Königsball gehört alljährlich auch die Throngesellschaft des Hoetmarer Schützen- und Heimatvereins, zu dem die Freckenhorster enge freundschaftliche Beziehungen pflegen. Die Throngesellschaft um das Königspaar Markus und Susanne Tholen hatte als Gastgeschenk nicht nur selbstgemachten Kümmelschnaps im Gepäck, sondern auch ein Fotobuch zur Erinnerung an gemeinsame Erlebnisse der beiden Königspaare. Dies verbanden beide Majestäten mit dem Wunsch, die freien Fotobuch-Seiten noch mit künftigen Erlebnissen füllen zu können.

Dazu wird es, so stellte Schützenpräsident Matthias Kalthöner treffend fest, noch einige Gelegenheiten geben, biegt doch die Majestät mit dem Königsball sprichwörtlich auf die Zielgerade seiner Regentschaft ein. Einige Seiten im Freundschaftsalbum der Throngesellschaften dürften dem Königsball selbst vorbehalten sein. Denn so stimmungsvoll und harmonisch, wie alle Schützengenerationen am Samstag im vollbesetzten Stiftshof zusammen feierten, dürfte dieses Fest noch lange in Erinnerung bleiben.

Majestäten laden zum Königsball

Die Throngesellschaft um die Majestäten Thomas Pues und Christiane Nienberg lädt am Samstag, den 23. April 2016 ab 20 Uhr zum Königsball in den Saal des Stiftshofes Dühlmann ein. Neben den Bürgerschützen sind auch Nichtmitglieder zum Mitfeiern eingeladen, die sich König Thomas und seinem Gefolge verbunden fühlen.

Königsball 2016

Zu diesem Highlight im Regentschaftsjahr einer jeden Majestät erwarten die Bürgerschützen auch in diesem Jahr wieder einen bis auf den letzten Platz gefüllten Festsaal, den die Ehrengarde im Vorfeld „schützenlike“ schmücken wird. Für Stimmung sorgen die Tanz- und Partyband „Splash“ sowie ein kleines Rahmenprogramm.

Für verschiedene Formationen beginnt der Königsball bereits am frühen Abend: Ehrengarde, Jungschützen, Korps der Könige, Chargierte und Vorstand treffen sich bereits um 18:00 Uhr bei Huesmann, um gemeinsam mit dem Orchesterverein den gesamten Thron beim König abzuholen und mit einem prächtigen Umzug zum Königsball zu geleiten. Diese Formationen tragen zum Abholen der Majestät Paradeuniform mit Hut, jedoch ohne Gewehr und Bandelier. Von allen anderen Gästen erwarten die Schützen wahlweise Uniform oder festliche Abendkleidung.

Matthias Kalthöner neuer Präsident

IMG_2182185 Bürgerschützen bereiteten dem scheidenden Präsidenten Michael Risse im Rahmen der Generalversammlung am 12. März einen würdigen Abschied und wählten einstimmig Matthias Kalthöner zu seinem Nachfolger als 18. Präsident in der Geschichte des Bürgerschützen-Vereins. Danke Michael! Und: Herzlichen Glückwunsch Matthias!
Ehrenoberst Ludger Schulze Niehues stellte in seiner Laudation die Verdienste des scheidenden Präsidenten heraus, der mit standing ovations gewürdigt wurde. Als Dankeschön überreichten die Geschäftsführer Markus Altefrohne und Ralf Böhmer ein Fanpaket des FC Bayern München inkl. 2 Eintrittskarten für das Auswärtsspiel der Bayern beim 1. FC Köln.
Oberst Thomas Feldmann überreichte dem neuen Präsidenten Matthias Kalthöner nach erfolgter Wahl die Präsidentenkette.
Außerdem wurden die Vorstandsmitglieder Dr. Stephan Klumpe, Michael Peveling, Winfried Klosterkamp und Christian Murrenhoff für jeweils 3 Jahre wiedergewählt.

Aufgrund der zu erwartenden Aufwendungen für Steuern sowie weiterer unumgänglicher Anschaffungen in den nächsten Jahren beschlossen die Mitglieder mit großer Mehrheit die vom Vorstand vorgeschlagene Erhöhung des Mitgliedsbeitrags auf nun 25 Euro. Der Verein erfreut sich weiterhin wachsender Beliebtheit, was sich in den Mitgliederzahlen zeigt, die mit aktuell 1255 einen neuen Höchststand erreichten und auch in der mit 144 Teilnehmern ausgebuchten Vereinsfahrt nach Lechbruck. In den nächsten Monaten besuchen die Bürgerschützen 2 Jubiläumsfeste: am 5. Juni in Milte und am 21. August in Warendorf. Zur Teilnahme eingeladen sind alle Formationen und auch die Schützen aus dem Bataillon. Für beide Jubiläumsfeste wird ein Bustransfer organisiert.

Generalversammlung mit Neuwahl des Präsidenten

Michael Risse

Am 12. März sind alle Bürgerschützen zur Generalversammlung in die Gaststätte „Alter Westfale“ Huesmann eingeladen. Einen zentralen Tagesordnungspunkt wird die Neuwahl eines Präsidenten darstellen. Nachdem Michael Risse angekündigt hatte, sich aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurückzuziehen und nicht erneut zu kandidieren, wird der Vorstand der Generalversammlung einen geeigneten Nachfolger zur Wahl vorschlagen. Darüber hinaus enden die Wahlperioden der Vorstandsmitglieder Winfried Klosterkamp, Dr. Stephan Klumpe, Christian Murrenhoff und Michael Peveling.

 

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

 

  1. Eröffnung, Begrüßung, Regularien
  2. Verlesung des Protokolls der letzten Generalversammlung und Bericht über die Vorstandssitzungen
  3. Mitgliederentwicklung, Kassenbericht
  4. Bericht über die Kassenprüfung/Entlastung des Vorstandes
  5. Festsetzung des Jahresbeitrages 2016
  6. Wahlen zum Vorstand: Die Wahlperiode der Vorstandsmitglieder Winfried Klosterkamp, Dr. Stephan Klumpe, Christian Murrenhoff, Michael Peveling und Michael Risse ist abgelaufen.
  7. Vereinsfahrt nach Lechbruck
  8. Verschiedenes

 

Traditionell stellt die erste Generalversammlung den Auftakt in das Schützenjahr dar und markiert einen Meilenstein im Endspurt der Regentschaft der amtierenden Majestät. Umso mehr freuen sich König Thomas Pues und seine Thronherren auf zahlreiche Bürgerschützen. Der Spielmannszug Freckenhorst wird der Versammlung musikalisch Schützenflair verleihen. Und wie gewohnt wird mit einer Vielzahl an Fotos auf das stimmungsvolle Schützenjahr 2015 zurückgeblickt.

Weihnachten 2015

Weihnachtsgrüße 2015

Die Throngesellschaft um König Thomas Pues und Königin Christiane Nienberg wünscht allen Bürgerschützen und ihren Familien, allen Freunden und Unterstützern des Vereins ein fröhliches und friedvolles Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr 2016. Das Foto zeigt die Throngesellschaft vor dem Weihnachtsbaum, den sie vor dem Geschäft des Thronpaares Burchard und Angelika Röhrs gemeinsam mit dem Kinderthron geschmückt hat.

Schützenkönig 2015/2016 – Thomas Pues

König Thomas Pues

König Thomas Pues

Olala, wir haben einen König! So schallte es nach dem erfolgreichen Königsschuß über den Festplatz! Thomas Pues ist die neue Majestät. Mit dem 422. Schuß machte er sein Meisterstück.

Zur Königin erkor er sich Christiane Nienberg.

Den neuen Hofstaat bilden:

Dirk und Ulla Gorniak

Burchard und Angelika Röhrs

Martin und Mechthild Nienberg

Dieter Nienberg und Barbara Teschke

Norbert und Doris Scheimann

 

Die Throngesellschaft 2015/ 2015

Die Throngesellschaft 2015/ 2015

Das Festprogramm 2015

15-4497 Plakat_Festablauf 2015_A2-2

Oder als .pdf zum runterladen: Festprogramm 2015

„Ein neuer Blick aufs Schützenfest“

Oberst Thomas Feldmann

Oberst Thomas Feldmann

Interview mit Oberst Thomas Feldmann

Kaum einer ist in Reihen der Bürgerschützen derzeit so gefragt: Thomas Feldmann ist Thronherr von Majestät Matthias Kalthöner und als Oberst sowie Bataillonskommandeur verantwortlich für den gesamten Ablauf des Festes. Im Gespräch mit Geschäftsführer Ralf Böhmer über diesen Spagat erläutert Feldmann auch einige Veränderungen und Verbesserungen im Festablauf der Bürgerschützen.

  1. Das dritte Schützenfest als Oberst – und nun als Thronherr in der Kutsche statt im Sattel. Wie fühlt sich das an?

Thomas Feldmann: Sicher anders. Und bestimmt nicht schlecht. Aus der Kutsche heraus und mit den Augen des Thronherrn bekommt man einen neuen Blick auf das Schützenfest. Das wird mir sicher auch nach dem Thronjahr helfen, anders – und vielleicht besser – an die Dinge ranzugehen.

  1. Wer übernimmt in der Zwischenzeit das Kommando und führt das Schützenbataillon an?

Thomas Feldmann: Mein Vorgänger und jetziger Ehrenoberst Ludger Schulze Niehues. Das haben wir schon im Vorfeld des Königsschießens so besprochen. Ihm bin ich nicht nur wegen dieser Vertretung unendlich dankbar. Denn er hat mir im Vorfeld des Amtswechsels jede nur denkbare Unterstützung zukommen lassen.

  1. In den letzten Jahren wurde im Bürgerschützen-Verein viel bewegt. Was war aus Sicht des Oberst die prägendste Entwicklung?

Thomas Feldmann: Sicher war die Gründung der Formation der Damen eine prägende Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt. Mich verbindet auch eine gemeinsame Erfahrung mit den Damen. Denn mein erster Umzug als Oberst war auch der Premierenauftritt für die jungen Damen. Inzwischen sind es fast 100 junge Frauen, die als fester Bestandteil den Verein bereichern und sich prächtig einbringen.

Aber wir haben auch an weiteren Stellschrauben gedreht, um unserem Anspruch, Traditionen Zukunft zu geben, gerecht zu werden. Denn Stillstand ist Rückschritt. Und so versuchen wir, mit Augenmaß Veränderungen herbei zu führen, die die Attraktivität unseres Vereins und des Bürgerschützenfestes für Mitglieder und Gäste hoch hält. Dazu gehörten in den letzten Jahren zum Beispiel die gelungene Neugestaltung der Königsrede sowie viele Optimierungen rund um unser Festzelt.

  1. Dem Oberst obliegt nicht nur das Kommando des Bataillons, sondern auch die Verantwortung für alle Abläufe rund um das Bürgerschützenfest. Last oder Lust?

Thomas Feldmann: Beides zugleich. Letzten Endes trägt man an diesen Tagen Verantwortung für mehr als 1.000 Menschen sowie viele große und kleine Prozesse im Vorder- und Hintergrund. Das ist in etwa so, als würde man für 3 Tage ein Großunternehmen führen. Aber – und da spreche ich auch für meine Vorstandskollegen – es macht auch unglaublich viel Spaß zu sehen, was sich hier in den letzten Jahren entwickelt hat.

  1. Im letzten Jahr warst du als potenzieller Thronherr und als Leiter des Königsschießens von dem „zähen Ringen“ doppelt betroffen. Was lernt der Verein daraus? Was ändert sich?

Thomas Feldmann: Das Königsschießen bleibt in den Grundfesten gleich. Aber wir haben einige Maßnahmen ergriffen, um die Dauer noch besser in den Griff zu bekommen. Dazu gehört unter anderem der Erwerb neuer Waffen, die für ein Mehr an Präzision sorgen. Aber auch die Verbesserung des Kugelfangs, die es uns ermöglicht, bei Überschreiten der geplanten Dauer mit Hilfe der sogenannten Königskugel den Fall des Adlers zu beschleunigen.

Wir haben aber auch einen neuen Schießwettbewerb ins Leben gerufen. Im Anschluss an das Königsschießen laden wir Cliquen und Freundeskreise zum Sternschießen ein. Teilnehmen können daran Schützen aus dem Bataillon und Mitglieder der Musikzüge, für die es attraktive Preise zu gewinnen gibt.

  1. Viele Schützen wünschen sich am Schützenfestmontag eine längere Ruhepause. Wie geht der Verein damit um?

Thomas Feldmann: Offensiv. Durch die höhere Präzision beim Ablauf des Königsschießens können wir mit Krönung und Parade nun früher – und zwar bereits um 17 Uhr – beginnen. Zudem haben wir den Beginn der Polonaise auf 20 Uhr verschoben, so dass alle Schützen nun zwischendurch mindestens 2 Stunden Pause einplanen können. Da wir die Parade auch noch ein wenig umgestalten, konkret kürzer und wertiger machen, erhoffen wir uns viele teilnehmende Schützen und Zuschauer auf dem Stiftsmarkt und später eine tolle Polonaise zu einem gut besuchten Festball.

  1. Auf dem Festplatz gab es in den letzten Jahren unzählige Verbesserungen: Das Kaffeemobil, die Weinlaube von Winzer Klaus Welker, den zweiten Schießstand, die Bierlounge im Zelt, die neue Aufteilung im Vorzelt und vieles mehr. Auf was dürfen sich Mitglieder und Gäste 2015 freuen?

Thomas Feldmann: Wir haben die Zeltaufteilung verändert. Neben einem neuen Standort der Musikbühne und verändertem Eingangskonzept dürfen sich die Besucher der abendlichen Festbälle auf ein optimiertes Beschallungskonzept freuen. Eine eigens eingerichtete Soundzone sorgt im Bereich der Tanzfläche für punktuelle Beschallung und zugleich für gedämpfte Lautstärke im Bereiche der Sitzplätze. Dadurch werden wir dem vielfachen Wunsch unserer Gäste gerecht und ermöglichen das Nebeneinander von Tanz und ungestörter Unterhaltung. Zudem haben wir die Bierlounge nochmal aufgewertet. Ich bin sehr gespannt auf das Fest und werde wie gesagt vieles mit anderen Augen sehen. Aber ich bin überzeugt, dass sich Schützen und Festbesucher wieder auf ein tolles Fest freuen können.

Wir wollten immer das Wir

Königspaar KalthönerInterview mit König Matthias und Königin Tina Kalthöner

Vor fast genau einem Jahr gelang Matthias Kalthöner der Königsschuss. Ralf Böhmer hat die amtierende Majestät und seine Königin Tina getroffen und zieht mit ihm Bilanz:

 

  1. Montag, 28.7.2014, 16 Uhr. Nach zähem Ringen über 4 Stunden fiel der Vogel. War das erste Gefühl Erleichterung?

Matthias Kalthöner: Ich habe den auseinander brechenden Vogel noch genau vor Augen. Es hat schon einen Moment gedauert, bis ich realisiert hatte, dass es geschafft war. Und es war umwerfend zu wissen, dass es tatsächlich einer von uns geworden war. Aber irgendwie war ich auch ein bisschen froh, dass es vorbei war. Als ich dann auf den Schultern meiner Mitstreiter saß, hab ich erstmal meine Königin gesucht. Die hatte mir wenige Minuten vorher noch zugerufen: „Jetzt hol das Ding endlich runter“. Da musste es ja klappen..

  1. Die obligatorische Feier im Vorzelt und der Tanz auf der Theke fielen bei euch wegen der kurz bevorstehenden Krönung etwas kürzer aus. Ist die Erinnerung deshalb eine weniger schöne?

Matthias Kalthöner: Ich glaube keiner von uns hat das als kurz empfunden. Das war unglaublich schön. Quasi auf dem Weg ins Zelt hatten wir die Unterbringung unserer Kinder geklärt. Und dann war ich emotional irgendwie ausgeklinkt. Diese Freude, die wir gespürt haben und die uns entgegen schlug war unbeschreiblich.

  1. Warum träumt man(n) davon, König der Bürgerschützen zu werden? Und: seit wann?

Matthias Kalthöner: Vor sieben Jahren haben wir uns als Aspiratentruppe gefunden. Ich selbst habe mich anfangs eher als Thronherren gesehen, denn als künftige Majestät. Das hat sich mit den Jahren aber geändert. Insgesamt war das aber nie der Traum eines Einzelnen. Wir wollten immer das Wir, immer das gemeinsame Erleben. Und retrospektiv betrachtet war das ziemlich gut!

  1. War das für König und Königin ein gemeinsamer Traum?

Tina Kalthöner: (schüttelt den Kopf) Das war sicherlich weniger der Traum der Königin als des Königs – allein schon wegen der Organisation rund um unsere ja noch recht kleinen Kinder. Aber schlussendlich macht es mir nicht weniger Spaß als dem König.

  1. Und wann kamen deine Mitstreiter, die ja wohl alle den gleichen Traum hatten, ins Spiel?

Matthias Kalthöner: (schmunzelt) Eigentlich sind ja die Frauen schuld. Denn deren frühere Tanzgruppe, die „Flying Frogs“, ist das verbindende Element. Und eine kleine Thronschmiede. Denn bis auf 2 Paare waren alle ehemaligen „Flying Frogs“ schon einmal auf dem Thron. Wie gesagt: Vor sieben Jahren haben wir den Entschluss gefasst, immer zusammen gefeiert, wehmütig beim Schießen zugeschaut und zweimal scharf mit geschossen. Beim dritten Anlauf hat‘s dann geklappt.

  1. Die Moderation des Königsschießens hat sich etabliert. Wie habt ihr die Stimmung rund um die Vogelstange wahrgenommen?

Matthias Kalthöner: Fritz Gembries und Stefan Altefrohne hatten ja wegen der außergewöhnlichen Dauer des Schießens eine wahre Herkulesaufgabe zu bewältigen. Wir waren jedenfalls sehr fokussiert, haben untereinander viel gesprochen – auch mit den anderen Aspiranten. Da gab es kaum Rivalität, sondern vielmehr gemeinsame Freude.

  1. Dem Königsschuss folgt traditionell der „Tanz auf der Theke“. Dann geht es weiter mit Thronbesprechung, Krönung, Parade, Polonaise, Eröffnungstanz, Gratulationen – parallel dazu das Unwetter, das in Münster verheerende Schäden angerichtet hat: Was bleibt von einem solchen Tag hängen?

Matthias Kalthöner: Da bleiben ganz viele Höhepunkte hängen. Das war wie im Film. Wir haben keine Sekunde nachgedacht, sondern uns einfach nur treiben lassen und genossen. Das Adrenalin des Königsschusses trägt einen durch diese Nacht. Und wir haben vermutlich die ganze Zeit nur gestrahlt.

  1. Wie waren die Reaktionen in der Familie?

Matthias Kalthöner: Meine Eltern waren natürlich Feuer und Flamme. Die sind auf jedem Schützenfest mit dabei – auch wenn sie inzwischen in Sassenberg wohnen. Dass alle Eltern unserer Thronpaare am Montagabend gemeinsam gefeiert haben, das hat uns ganz besonders gefreut.

  1. Ein Königspaar ohne Throngesellschaft wäre ….?

Tina Kalthöner: … kein Königspaar! Wir würden uns ein wenig verloren vorkommen. Denn das, was wir in diesem Jahr erleben, funktioniert nur als Team. Wie gesagt: Wir wollten immer das Wir!

  1. „Trägt“ die Schützenbegeisterung ein Königspaar auch durch den Alltag?

Tina Kalthöner: Königspaar ist man auch im Alltag, schließlich wird man auch beim Einkaufen schon einmal als „Majestät“ angesprochen. Und trotz allem Stress und notweniger familiärer Organisation überwiegt doch immer die Vorfreude. Denn unter dem Strich gehen wir in diesem Jahr öfter gemeinsam los und haben mehr Zeit füreinander.

  1. Was waren die schönsten und prägendsten Momente in eurem Königsjahr?

Tina Kalthöner: Eigentlich die Vielzahl an großen und kleinen Momenten – jeder mit seinem eigenen Reiz. Zum Beispiel das Abholen vor dem Königsball, als plötzlich unserere ganze Straße grün-weiß war, der Königsball selbst oder auch unsere Besuche bei den Hoetmarer Schützen.

Matthias Kalthöner: Für den König ist natürlich die Krönung etwas ganz besonderes. Aber auch die privaten Treffen mit dem gesamten Thron. Insgesamt können wir sagen, dass wir keinen einzigen Moment bereut haben.

  1. Du bist als Schütze ein „Spätberufener“ und hast die Jungschützenzeit nicht aktiv erlebt. Hast du das schon einmal bereut?

Matthias Kalthöner: Auf jeden Fall. Ich bin mit dem Schützenfest groß geworden, da mein Vater lange Ehrengardist war. Mitglied geworden bin ich aber erst recht spät, da mir mit 18 Jahren die Clique fehlte, die mitgezogen hätte. Spätestens seit dem Königsjahr weiß ich, was ich damals verpasst habe. Aber ich habe dem Kommandeur der Jungschützen versprochen, unsere Söhne zu überzeugen, nicht so lange zu warten.

  1. Und jetzt folgt die Werbung: Warum lohnt es sich, in Freckenhorst König und Königin der Bürgerschützen zu werden?

Matthias Kalthöner: Weil man Sachen erlebt, die man sonst nicht erlebt. Weil man Menschen kennenlernt, die man sonst nicht wahrgenommen hätte. Weil man unglaublich viel erlebt und ebenso viel genießen kann in diesem einen Jahr.

  1. Nun hast du als König auch 1 Jahr lang die Arbeit im Vorstand miterleben dürfen. Welche Eindrücke nimmst du aus dieser Zeit mit?

Matthias Kalthöner: Das war schon spannend zu sehen, wie viel Zeit dort investiert wird, um anderen das Feiern zu ermöglichen. Und ich war überrascht, wie professionell und diszipliniert, aber trotzdem kontrovers dort gearbeitet wird.

  1. Gibt es etwas, das ihr den Aspiranten für den Königsschuss 2014 mit auf den Weg geben wollt?

Matthias Kalthöner: Hingehen, nicht reinreden lassen, genießen. Manchmal muss man im Leben Dinge tun, die Spaß machen. Und das ist hier definitiv der Fall.

  1. „Euer“ Schützenfest ist nicht mehr weit weg. Was überwiegt aktuell: Aufregung oder Vorfreude?

Matthias Kalthöner: Ganz klar die Vorfreude!